Hier könnt ihr häufig gestellte Fragen nachlesen, die NEK gerne für alle beantwortet.
Sollte eure Frage nicht dabei sein, schreibt NEK per E-Mail.
Name:
Nadine Ernsting
Künstlername:
Nadine Ernsting-Krienke
Spitzname:
NEK
Trikotnummer in der deutschen Nationalmannschaft:
5, daher: www.nek5.de
Trikotnummer bei Eintracht Braunschweig:
12
Warum "Ernsting-Krienke" als Künstlername:
NEK: Ich habe diesen Doppelnamen von meiner Mutter bekommen, allerdings gewissermassen unrechtens: Damals glaubten alle, ich als Tochter meiner Mutter muss doch den gleichen Namen haben, wie meine Mutter. So wurden seit meiner Grundschulzeit alle Zeugnisse, Urkunden usw. auf den Namen Nadine Ernsting-Krienke ausgestellt, was die ganze Familie über die Zeit nicht gross störte, eher ganz okay fand. Daher hat auch niemand die Richtigstellung verlangt. Dieser "falsche Name" breitete sich dann auch in der Hockeyszene und Presse aus. So habe ich also einen Künstlernamen "NEK". Ganz offiziell heisse ich also nur Nadine Ernsting,... aber dann fehlt da doch was ;-)))
Sprachkenntnisse (Dialekte..):
NEK: Englisch, Französisch
Bevorzugte (Klamotten-) Marke:
NEK: Miss Sixty, Puma
Dinge von denen ich die Finger beim Shoppen nicht lassen kann:
NEK: Ausgefallene Klamotten
Lieblings-TV-Serie:
NEK: Silas (Kinderserie)
Lieblingszeitschrift:
NEK: Momentan Schöner Wohnen
Bestes Buch, was ich in letzter Zeit gelesen habe:
NEK: Haus der Harmonie
Lieblingsgesellschaftsspiel:
NEK: Siedler von Catan, Bonanza
Wenn ich mir eine Filmrolle aussuchen könnte, würde ich:
NEK: Mir eine Stummfilmrolle auswählen
Erste Gesetzwidrigkeit (Alter):
NEK: Mit 5 Jahren. Ich habe in einem Kaufhaus ein Matchboxauto gezockt und zuhause meiner Mutter erzählt, die Mutter von meinem Kindergartenfreund hätte es mir gekauft... Meine Mutter wollte, dass ich das Auto nicht annehme und brachte es zusammen mit mir zurück! Leider wusste die Mutter von meinem Kindergartenfreund nichts von diesem Geschenk und die Sache flog auf. Dann musste ich das Auto auch noch zurück zum Kaufhaus bringen...
Heißhungersnack:
NEK: Frische Weingummis
Das mag ich gar nicht essen:
NEK: Die Delikatessen, die uns damals liebevoll in China serviert wurden.
Traumreiseziel:
NEK: Orte, die am Wasser liegen Sydney, Kapstadt, Westerland,...
Horror- Schul/Studiums/Ausbildungserlebnis:
NEK: Mündliche Abiturprüfung in Erdkunde
Schönste Erinnerung an Schule/Studium/Ausbildung:
NEK: Letzten drei Jahre auf der Schule. Ich hatte fast nur noch Schulfächer, die ich mochte.
Peinlichste Panne:
NEK: Im Grundschulalter... Wir hatten uns in der ersten Klasse einen Merkzettel für die mitzubringenden Arbeitsmaterialien der nächsten Kunststunde aufschreiben sollen: Kleber, Schere, Puppe... Am nächsten Tag hatte ich dann alles dabei, bis auf meine Puppe, die hatte ich trotz Merkzettel vergessen... gottseidank, denn ich merkte schnell, dass niemand seine Puppe, sondern statt dessen alle eine Pappe mitgebracht hatten-pühhh! Bis es an der Tür klopft und Paps in die Klasse eintrat...und meine Puppe hochhaltend sagte: Nadine, hier ist dein Schlummerle!
Was ich immer machen wollte, aber nie geschafft habe:
NEK: Ein Studium
Was ich nie machen wollte, aber doch geschafft habe:
NEK: Mit dem Fahrrad im ersten Gang steilste Berge hochfahren.
Mein Tick:
NEK: Stilbruch
Was mich total kirre macht:
NEK: Wenn jemand über alle möglichen Eventualitäten im Voraus nachdenkt, auch wenn diese am Ende gar nicht eintreffen.
Mein Morgenprogramm:
NEK: Weckerorgie in Allerherrgottsfrühe, schnelles Aufstehen, Kaffee schlürfen und wech...
Meine Drogen:
NEK: Schlückchen Rotwein
Mein größtes Laster:
NEK: Immer auf den letzten Drücker (Sorry, Franzi und Alex! Ich hoffe meine Antworten kommen immer noch rechtzeitig)
Und welches ich schon immer loswerden wollte:
NEK: Eben dies (siehe oben)
Lieblingsküchengerät:
NEK: Aero Latte
Wenn ich eine Sache in der Welt ändern könnte, würde ich:
NEK: Von morgens bis abends sie Sonne scheinen lassen, mit ein bisschen mehr Sonne sind nämlich immer alle Menschen gut drauf!
Was absolut out ist:
NEK: Selbstbräunungscreme
Was absolut in ist:
NEK: Mal wieder der Schlag mit der hohen Rückhand
Wie bist du zum Hockey gekommen und auf welche Schule bist du gegangen ?
NEK:
Das Hockeyspielen habe ich in Celle bei Eintracht Celle erlernt. Aus meiner Familie hatte vorher eigentlich keiner etwas mit dem Hockeysport zu tun. Mein Paps Krienke hat irgendwann einen Artikel über das celler Kinderhockey in der Zeitung gelesen und daraufhin mich und meine Schwester Maike einfach mal hingeschickt. Schliesslich habe ich dann 1987 angefangen im Verein zu spielen.
In Celle bin ich auch zur Schule gegangen, zuletzt auf das Gymnasium Ernestinum. 1989 habe ich den Verein gewechselt, um Bundesliga spielen zu können. Seit dem starte ich nun für Eintracht Braunschweig!
Wie bist du zur Nationalmannschaft gekommen ?
NEK: Ich habe zunächst in der Niedersachsen-Auswahl (NHV) gespielt und bin anschliessend von meiner damaligen NHV- Trainerin zu einer Sichtungsmassnahme des Deutschen Hockey Bundes geschickt worden. Dort konnte ich mich für einen Zentrallehrgang empfehlen. Die Sichtung machte damals Bernhard Peters. Nach dem Zentrallehrgang habe ich unter Rüdiger Hänel einige Spiele, meine ersten Jugend B-Länderspiele- meistens gegen die Hollies, gemacht...bis ich eines Tages einen Anruf von Paul Lissek bekam, der mich zu einem A-Kader-Lehrgang einlud. Ich war schockiert und dachte, eine Verwechslung liegt vor... Anschliessend kam auch noch eine schriftliche Einladung des Deutschen Hockey Bundes, die mich noch immer zweifeln liess, ob Paul Lissek damals wirklich MICH meinte... ???
Meinen ersten A-Kaderlehrgang in Limburg fand ich schrecklich... Zu meinen Aufgaben gehörten Bälle sammeln und Torhüter-Warm-Schiessen, während alle anderen 2 gegen 1 üben durften. Die Mannschaft war irgendwie cool und die Spielerinnen total nett: Britta Becker, Heiki Lätzsch, Katrin Kauschke, Irina Kuhnt,...kannte ich aus der Jugend bzw. aus meinem Verein..., aber sehr wohl habe ich mich auf diesem ersten A-Kader-Lehrgang nicht gefühlt. Nach dem Lehrgang fand in Schottland noch ein Vier-Nationen-Turnier statt und aufgrund der Tatsache, dass auf dem Lehrgang viele Spielerinnen erkrankten, sollte ich auch noch mit nach Schottland fahren und stand dort plötzlich wegen der ganzen ausgefallenen Spielerinnen sogar in der Startaufstellung...
So fing alles an... ein paar glückliche Zufälle... Ich habe früher nie daran gedacht oder je geglaubt, irgendwann einmal in der Nationalmannschaft zu spielen.
Hattest du mal einen harten Rückschlag ?
NEK: gottseidank nein- toi toi toi!
Wie sieht so ein olympischer Tag wie in Barcelona oder Sydney aus?
NEK: Olympische Spiele sind wirklich das absolute Highlight unter allen Sportturnieren, die es auf der Welt gibt. Da die meisten SportlerInnen from all over the world gemeinsam im Olympischen Dorf untergebracht werden, herrscht gerade an den ersten Tagen im Dorf ein emsiges Treiben. Alle Sportler suchen sich geeignete Trainingsmöglichkeiten, um sich zu akklimatisieren und um sich für den ersten Wettkampftag fit zu machen! Ist man Teilnehmer an den Olympischen Spielen, egal ob als Individualsportler oder als Mannschaftssportler, steht natürlich der eigene Wettkampf- ganz gleich in welcher Disziplin- absolut im Vordergrund. Während auf einem solchem Turnier die Aufregung und die Ablenkung riesig gross ist, wird natürlich dennoch so oft wie möglich trainiert. In erster Linie bereiten wir uns in diesen Trainingseinheiten insbesondere auf den nächsten Gegner vor und üben auch Standards wie zum Beispiel kurze und lange Ecken (varianten) sowie Freischläge. Den Rest der Zeit, die dann noch so übrig bleibt, wird dann für die Regeneration- Läufe, Massagen und viel Schlaf- sowie für die spielvorbereitenden Videoanalysen genutzt. Bleibt dann noch ein wenig Zeit zur freien Verfügung, besucht man selbstverständlich auch gern einmal die Spiel- und Wettkampfstätten der anderen Disziplinen und geniesst das Olympische Flair!!!... und trifft man beim Essen in der Mensa sogar einen ganz bekannten Sportler bzw. eine ganz bekannte Sportlerin (Steffi Graf und Boris Becker in Barcelona 1992, Carl Lewis und Magic Johnson in Atlanta 1996, Marion Jones in Sydney 2000) dauert es oftmals nicht lange, dass man zu einem Paparazzi mutiert und um ein Foto mit dem Star bettelt oder diesen um ein Autogramm bittet.
Was geht da in Dir vor, wenn du auf dem internationalen Spielfeld vor einem großen Publikum stehst ?
NEK: Ich finde, es ist ein wahnsinnig tolles Gefühl vor einer riesigen Zuschauer-Kulisse zu spielen. Im Stadion herrscht gleich eine ganz andere Atmosphäre, wenn viele Zuschauer anwesend sind und tolle Stimmung machen! ... und manchmal kribbelt es sogar!!! Vielleicht habt Ihr ja auch schon von dem Trompeter Martin gehört!? Martin ist ein sportbegeisterter Fan, der bei fast jeder grossen Sportveranstaltung zu finden ist. Zu manchen Turnieren oder Spielen wird er vom DHB extra mit seiner Trompete engagiert, um gute Stimmung zu machen und um Akteure sowie Zuschauer mitzureissen. Ich muss sagen, dass der Sport erst vor richtiger Zuschauerkulisse wirklich lebt und zu einem tollen Fest wird!
Welcher war Dein schönster / aufregendster Hockey-Moment? Warum?
NEK: Mein gigantischstes Erlebnis war es, bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona vor total ausverkauften Rängen im olympischen Finale gegen das Gastgeberteam Spanien zu spielen. Die Zuschauer haben eine einzigartige Stimmung gemacht und als sie die La Ola haben rumgehen lassen, war mir wirklich schwindelig! Später kam dann auch noch der spanische König Jose Carlos in unser Stadion, was die Zuschauermenge zunehmend anheizte und die Spanierinnen puschte! Leider verloren wir dieses Spiel knapp nach der Verlängerung mit 2:1, aber die Atmosphäre und die Stimmung waren der reinste WAHNSINN!!! ... und wir gewannen die olympische Silbermedaille!!!
Ein weiteres tolles und aufregendes Spiel war das Endspiel bei der Champions Trophy 2000 in Amstelveen. Wir spielten ebenfalls vor gefüllten Zuschauerrängen. In erster Linie waren natürlich die Holländer im Stadion vertreten, die ihr Team anfeuerten. Ich erinnere mich an ein wirklich heiss umkämpftes Match. In diesem Spiel waren wir sehr nah am Turniersieg dran und die Hollies hatten wirklich vor heimischer Kulisse alle Mühen mit uns, jedoch unterlagen wir schliesslich in den letzten Spielminuten mit 2:3.
Ein weiteres unvergessliches Spiel für mich mit meiner Heimmannschaft Eintracht Braunschweig war das Halbfinale gegen den Berliner HC bei der Deutschen Meisterschaft im Hallenhockey in Rüsselsheim. Nach einigen Spielminuten lagen wir meilenweit im Rückstand. Irgendwann gelang uns endlich ein Anschlusstreffer und von da an spielten uns in einen Rausch, plötzlich lief alles wie am Schnürchen und wir kamen von einem beinahe aussichtslosen Spielstand von 1:8 auf ein 7:8 heran. Die Freude sowie der Jubel über unsere erzielten Treffer und das Zurücklaufen an die Mittellinie raubte uns mehr Kraft als das eigentliche Spiel!!! ... ein tolles Gefühl und leider ist dieses viel zu selten...!!!
Wie oft trainierst Du in der Woche?
NEK: Während der Feldsaison steht schon einiges an Training auf dem Programm. Zu dem Vereinstraining kommen noch die Hausaufgaben, die wir Nationalspielerinnen von unserem Bundestrainer mit nach Hause bekommen. Trainingsaufwand in einer Woche:
Montag: Regenerationslauf/ Ausdauerlauf
Dienstag: Gymnastik und Vereinstraining
Mittwoch: Sprints und Stützpunkt- bzw. Auswahltraining
Donnerstag: Gymnastik und Vereinstraining
Freitag: Ausdauerlauf oder Gymnastik
Samstag: Spiel
Sonntag: Spiel (Regenerationslauf)
Ausserdem soll noch mindestens einmal pro Woche ein Krafttraining absolviert werden. Wenn man berufstätig ist, ist es manchmal sehr schwierig, für das gesamte Wochentrainingsprogramm Zeit zu finden, aber eine optimale Trainingswoche sieht so aus!
Wenn wir uns auf den Lehrgängen von der Nationalmannschaft befinden, können wir natürlich die ganzen Lehrgangstage optimal nutzen. Meistens haben wir dann drei bis vier Trainingseinheiten pro Tag.
Was ist ein Laktattest?
NEK: Der Laktattest ist bei uns wie folgt organisiert:
Die 400m-Laufbahn in einem Sportstadion wird in 50m- Abschnitte unterteilt. Diese Abschnitte werden mit einem Hütchen gekennzeichnet. Beim Laktattest gibt es für Mädchen/Frauen 4 und für Jungs/Männer 5 verschiedene Laufstufen. Diese Laufstufen beschreiben verschieden Lauftempi, die uns mittels einer Hupe vorgegeben werden. Ertönt der Hupton, müssen wir im gleichen Moment die Hütchenmarkierungen an der Laufbahn erreichen! Vor, während und nach dem Lauftest wird allen TeilnehmerInnen ein wenig Blut aus dem Ohrläppchen abgezapft, welches anschliessend auf bestimmte Blutbestandteile untersucht wird.
Unter Laktattest versteht man eigentlich die Messung des im Blut unter körperlicher Anstrengung ansteigenden Milchsäureanteils (Laktat = Milchsäure (Abffallprodukt durch bio-chemische Prozesse)). Das Laktat bildet sich, wenn dem Körper bei hoher Belastung für die energieliefernden Prozesse nicht ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht und nun diese Prozesse ohne Sauerstoff ablaufen müssen. Auf diese Weise kann die Schwelle für den Wechsel vom aeroben (ausreichend Sauerstoff wird zugeführt) in den anaeroben Ausdauerbereich (Sauerstoff reicht für die Energiegewinnung nicht aus) sowie die individuelle Regenerationsfähigkeit bestimmt werden. Aus den Werten ergeben sich dann die neuen Trainingszeiten. Die alten und aktuellen Werte werden immer gerne als Vergleichswerte vorher-nachher herangezogen und ..."WEHE, man hat sich verschlechtert...!" Leichte Schwankungen können allerdings immer einmal vorkommen! Das ist ganz normal.
Warum haben viele Hockeyspieler am oberen Teil des Griffbandes noch eine zweite Schicht Griffband?
NEK: Leider gehöre ich nicht zu dieser Spezie an HockeyspielerInnen. Meistens spiele ich das "einschichtige" Griffband, welches sich von Beginn an am Hockeyschläger befindet, und zwar solange bis es total "abgenudelt" ist! ;-))) Um auf Deine Frage antworten zu können, habe ich mich mal bei einigen Experten umgehört.;-) Der Grund für eine zweite Schicht Griffband ist wohl meistens folgender: für manche Spieler ist der Hockeystock zu dünn. Durch eine zweite Griffbandschicht wird der Hockeystock am oberen Griff etwas dicker und lässt sich somit für einige SpielerInnen (besonders für die mit grossen Händen) besser greifen und "handeln".
Wie war das bei der Bundeswehr?
NEK: Ich fand es bei der Bundeswehr sehr gut. Damals hatte ich mich für die Bundeswehr entschieden, um mich optimal auf die Olympischen Spiele 2000 in Sydney vorzubereiten. Im Nachhinein kann ich behaupten, das die Entscheidung, zur Bundeswehr zu gehen, goldrichtig war, auch wenn am Ende nicht "Gold" herausgesprungen ist! ;-((( Die Zeit bei der Bundeswehr war schon ein richtiges Erlebnis!!! ... und manchmal geht es dort zu wie im Film... Die Grundausbildung hat mir wirklich Spass gemacht. Wir waren damals eine gemischte Kompanie (30% Mädels und 70% Jungs). Von den anderen Kompanien wurden wir in der Kaserne immer als "Blümchenkompanie" bezeichnet. Neben den üblichen Schikanen einer Grundausbildung, wurden wir mit Formaldienstunterricht, Stubenappellen, BIWAKs, UVD und GVD, einer sehr kurzen Schiessausbildung, politischem Unterricht sowie einer recht ausführlichen Sanitäterausbildung inklusive "Erster Hilfe", medizinischer Grundlagen, und diverser Berge- und Erstversorgungstechniken "getrimmt". Nach der dreimonatigen Grundausbildung konnte ich mich dann ganz konsequent auf meinen Sport und auf mein Ziel konzentrieren und fand bei der Bundeswehr optimale Trainingsbedingungen vor. Als Heimschläfer wohnte ich zuhause, um sowohl am Vereinstraining teinehmen sowie auch mene Sondertrainingseinheiten ausführen zu können. Mein Trainingsplan sah maximal 3 Trainingseinheiten pro Tag vor. Die Trainingsinhalte waren damals zwischen Verein und DHB abgestimmt. Jede Woche reichte ich bei meinem Feldwebel der Sportfördergruppe der Bundeswehr meinen detaillierten Trainingsplan ein. Somit galt das Training als Dienst. Stichprobenweise wurde ich dann von meinem Feldwebel an meiner angegebenen Trainingsstätte zur angegebenen Trainingszeit aufgesucht und kontrolliert. Jeder Lehrgang oder jedes Turnier wurde als Wehrübung deklariert, so dass mich die Bundeswehr zu diesen Massnahmen entsandte. In dieser Bundeswehrzeit kam ich mir schon manches Mal fast wie eine Profisportlerin vor, da ich quasi zwei Jahre lang mit dem Training und dem Hockeyspielen mein Geld verdiente. ;-))) Die zwei Jahre vergingen wie im Fluge! Es war schon eine wirklich tolle, erlebnisreiche Sache, auch wenn es nicht bei jedermann/jederfrau Zuspruch gefunden hat! EGAL, ich würde es wieder machen...! ;-)))...denn ich möchte behaupten, dass das Jahr 2000 mein leistungsstärkstes Hockeyjahr gewesen ist und die Bundeswehr mit ihren Trainingsmöglichkeiten einen erheblichen Beitrag dazu geleistet hat!
Wer waren oder sind Deine Vorbilder ?
NEK: Als Vorbild kann ich an dieser Stelle keine Person anführen, aber ich bin ein wahnsinniger Fan von Natascha Keller. Natascha ist wirklich eine Künstlerin mit Schläger und Ball. Bei Natascha kann man sich wirklich einiges abgucken, nur das Nachmachen ist schwierig.
(Warum) macht es Spaß, in der Nationalmannschaft zu spielen?
NEK: Es macht mir einen enormen Spass in der Nationalmannschaft zu spielen. Das Hockeyspielen auf sehr hohem Niveau ist immer wieder eine grosse Herausforderung uns es macht wirklich Spass sich mit anderen Nationen, die zur Hockeyweltspitze zählen, zu messen. Es ist einfach klasse, mit anderen Spielerinnen auf ein grosses Ziel hinzuarbeiten. Alle ziehen an einem Strang, opfern eine Menge Zeit und schinden sich gleichermassen, um am Ende mit Bestform aufzulaufen und auf dem Platz dann alles zu geben... bis man vielleicht auf dem Treppchen steht ...!!! Ausserdem lernt man die Spielerinnen aus anderen deutschen Clubs und den anderen Nationalteams näher kennen und manchmal ergeben sich sogar richtig gute Freundschaften. Eine weitere Annehmlichkeit ist das Reisen in andere Länder. Egal in welchem Land man einen Lehrgang absolviert oder ein Turnier spielt, die Reisen sind oftmals ein kleines Abenteuer!
Was ärgert Dich beim Hockey, worauf könntest Du gerne verzichten?
NEK: Mich ärgern Schiedsrichter, die einen zu unrecht auf dem Kicker haben, und strömender Regen bei einem Feldhockeyspiel!
Wie siehst Du Deine Hockeylaufbahn rückblickend und in Zukunft?
NEK: Die Erfahrungen und Erlebnisse, die ich mit dem Hockey machen durfte, möchte ich niemals missen. Als ich 1987 mit dem Hockeyspielen anfing, hatte ich niemals zu träumen gewagt, einmal bei den Olympischen Spielen dabei sein zu dürfen. Schneller als ich denken konnte und völlig überraschend wurde ich 1990 von Paul Lissek, dem damaligen Bundestrainer, zu meinem ersten A-Kader Lehrgang eingeladen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie unwohl ich mich dort auf diesem Lehrgang fühlte! Ich wurde kaum in eine Übung einbezogen. Meine Aufgaben bestanden darin, die Torhüterinnen warm zu spielen und die Bälle zu sammeln... Ich glaube, bereits am zweiten Lehrgangstag hatte ich meine Tasche schon wieder eingepackt und den Abreisetag in Richtung Heimat ersehnt. Im Anschluss an den Lehrgang war eine Länderspielreise nach Schottland geplant, für die die teilnehmenden Spielerinnen am Ende des Lehrgangs nominiert werden sollten. Zu meinem Entsetzen wurden auf diesem Lehrgang eine grosse Anzahl von Spielerinnen krank und folglich musste ich dann auch noch mit nach Schottland fahren... Mittlerweile habe ich mehrere grosse Hockeyturniere mitspielen und an drei Olympischen Spielen teilnehmen dürfen. Sicherlich gab es immer wieder sportliche Höhen und Tiefen, aber all der Aufwand hat sich immer gelohnt! Ich würde mir wünschen, im nächsten Jahr an den Olympischen Spielen 2004 in Athen teilnehmen zu dürfen. Bis dahin bleibt allerdings noch viel zu tun und mit der Mannschaft müssen wir uns vorab ja auch erst einmal qualifizieren... Ich hoffe, dass die Form dafür noch ausreicht...
Lets see...
Über Freizeit, Hobbys, Privatleben, Wünsche, Träume...
Wieviel Freizeit bleibt Dir neben Hockey spielen und was machst Du da?
NEK: Wenn ich mich gerade in der Hockey-Hochsaison befinde, in der neben dem Training und den Spielen für die Bundesliga auch noch Lehrgänge und Turniere mit der Nationalmannschaft anstehen, bleibt wirklich kaum Freizeit. Ich muss zugeben, da kommen wirklich einige Vorlieben zu kurz. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten auf der Insel Sylt. Ich liebe Sonne, Strand und Meer!!! Ansonsten nutze ich auch zu Hause gern das schöne Wetter, um draussen etwas zu unternehmen. Ich fahre gerne mit dem Fahrrad oder mit Inlinern durch die Gegend, im Winter spiele ich gerne auf unseren zugefrorenen Teichen Eishockey. Ausserdem spaziere ich bei sonnigem Wetter auch gerne mal durch Wälder, über Felder oder durch den Harz. Eigentlich kann man sagen, dass ich mich für viele Outdoor- Aktivitäten begeistern kann. Mit meiner Familie habe ich auch immer, wenn wir uns dann mal alle treffen, einen Riesenspass und viel zu lachen! Mit meinem Freund Roger oder meiner besten Freundin Jule ziehe ich auch ganz gerne mal durchs Städtchen oder wir gehen ins Kino oder wir spielen Airhockey oder Tischfussball... bei einem Gläschen...
Welches sind Deine Lieblingsgerichte, -getränke?
NEK: Zu meinen Lieblingsgerichten zählen in erster Linie Pasta-Gerichte. Nudeln mit den verschiedenen Sossen- Variationen kann ich wirklich täglich essen, ohne dass es mir etwas ausmacht! Am liebsten esse ich zusammen mit Roger Pasta à la Rotsch und dazu mag ich einen guten Rotwein!!!
Hast Du Haustiere oder Pflanzen ? Warum/warum nicht?
NEK: Haustiere habe ich keine, dafür bliebe wirklich auch nicht viel Zeit! Auch die Pflanzenwelt bei mir ist etwas spärlich geworden. Die meisten Pflanzen gehen mir immer wieder ein, weil ich so selten zu Hause bin. Momentan habe ich einen kleinen Buchsbaum, der diesen Sommer schön wachsen muss, damit Roger das Bäumchen endlich in eine Herzform schneiden kann. Ausserdem mag ich Rosen in allen Farben und Grössen, hauptsache sie duften... und Gewürzpflanzen!
Welches Buch hast Du zuletzt durchgelesen und an welchem bist Du gescheitert?
NEK: Das letzte Buch, welches ich gelesen habe, war Celestine (J.Redfield). Gescheitert bin ich an dem Buch Warum Männer schlecht zuhören und Frauen schlecht einparken, weil es mich ziemlich gelangweilt hat. Nach der Hälfte habe ich es zur Seite gelegt.
Wie hieß Deine aller erste Platte/CD, die Du Dir gekauft hast?
NEK: Ich glaube, die erste CD, die ich mir damals gekauft habe, war Die drei ??? und die Silbermine (Alfred Hitchcock).
Welche drei Wünsche würdest Du Dir von einer Fee erfüllen lassen?
NEK:
1. ein erfülltes und glückliches Leben mit meinem Roger
2. mit einer guten Gesundheit
3. und einem eigenen Haus mit Garten
Was hältst Du von esoterischen Dingen wie Astrologie, Horoskopen, Wahrsagern, etc.?
NEK: Die Astrologie interessiert mich schon ein wenig, aber weniger als Wissenschaft sondern eher die Erkenntnis der eigenen Person in bezug auf Sternzeichen und Aszendent. Horoskope lese ich auch gelegentlich. Eine Wahrsagerin bzw. eine Kartenlegerin habe ich auch des Spasses halber einmal besucht. Der Besuch war interessant und verblüffend zugleich. Ich frage mich noch heute, wo sie die Dinge, die sie sah, alle her hatte!!!??? Manchmal finde ich es verblüffend, wenn beschriebene Dinge übereinstimmen oder vorausgesagte Sachen später wirklich eintreten! ... aber höchstwahrscheinlich ist es eine bestimmte Strategie, mit der diese Zukunftsdeuter arbeiten und ihr Geld verdienen. Die gesagten Dinge treffen sicher auf jede Person in irgendeiner Weise zu... aber wer weiss...??? Allerdings lasse ich mich von Wahrsagerei, Kartenlegerei oder Horoskopen nicht negativ beeinflussen!
Lieber nur die Energie aus positiven Bildern ziehen...!!!
Welche Hobbys hast Du neben Hockey?
NEK: Fahrrad fahren, Inline skaten, Sylt geniessen, Spazieren gehen, Freunde treffen, Rotwein trinken, Musik hören, Kinofilme gucken, Bücher lesen, Immobilienanzeigen wälzen,...!
Wofür lässt Du gerne alles stehen und liegen?
NEK: ... für Unternehmungen mit meinem Roger, meiner Familie oder mit meiner besten Freundin Jule!
Welche Pläne und Vorhaben kommen leider immer wieder zu kurz?
NEK:
... ein schöner, ausgedehnter Urlaub in Australien!!!
... ein Skiurlaub mit der Teilnahme an einem Snowboard- Anfängerkurs!!!
... aus Zeitgründen ein Besuch bei meinem Opa!!!
Was ist Dein größter Tick, Deine größte Macke?
NEK:
... langsame Linksfahrer auf der Autobahn rechts überholen wollen!
... mich über Autofahrer ärgern, die zu dicht vor mir herfahren!
... Zahnpasta von der Zahnbürste plumpsen lassen!
... Schlüssel draussen an der Haustür hängen lassen und ihn anschliessend suchen!
... ;)
Wo machst Du gerne Urlaub und wo fühlst Du Dich zu Hause?
NEK:... auf meiner Lieblingsinsel Sylt!
Welcher von Dir bisher bereiste Ort ist immer wieder eine Reise wert?
NEK: Ich liebe Städte, die am Wasser liegen! Meine absoluten Favoriten sind Sydney (Australien) und Kapstadt (Südafrika). Ausserdem fände ich es toll, wenn die Olympischen Sommerspiele 2012 nach Hamburg gegeben würden. Da wäre Hamburg auch für viele andere Menschen eine Reise wert!
Auf welches Abenteuer würdest Du Dich gerne einlassen, auf welches könntest Du locker verzichten?
NEK:
... auf ein Überlebenstraining in einer schönen und spannenden Gegend!!!
... auf Kriegsspiele im Irak!!!
Was/wen würdest Du auf jeden Fall mit auf eine einsame Insel mitnehmen? Und warum?
NEK: ... Roger, meine Familie und Sonnencreme!- Roger, meine Familie und die Sonne sind meine Energizer und die besten <Gute-Laune-Macher>!!!
Was/wer bringt Dich immer wieder so richtig auf die Palme?
NEK:... mein BTPL! Wer oder was das war, muss leider mein Geheimnis bleiben, sonst werde ich noch wahnsinnig! ;-)!!!
(Anmerkung d. Red.: Hat sich inzwischen erledigt;-))
Und was/wer holt Dich immer ganz schnell wieder von ihr herunter?
NEK: ... Roger???!!! ... seine Ruhe, seine Geduld und sein Verständnis möchte ich manchmal besitzen! ;-)!!!